Schulungen

Förster als „Botschafter“ des Nationalen Naturerbes  

Ein Teil im Forschungsvorhaben „Wildnis Naturerbe“ ist die Vermittlung der Themen „Wildnis und natürliche Waldentwicklung im Nationalen Naturerbe“ an eine breite Öffentlichkeit. Dazu wurde von der DBU Naturerbe GmbH, unterstützt von Bundesforst, gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine Schulung zu Wildnis-Vermittlungsstrategien für Förster erarbeitet und durchgeführt. Auf den DBU-Naturerbeflächen sind die Bundesförster Ansprechpartner und Botschafter für das Nationale Naturerbe. Für sie rücken daher zukünftig neben den klassischen Tätigkeiten wie Holzeinschlag, Waldpflege und Jagd verstärkt Aufgaben der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit in den Vordergrund.

 

Rund 20 Förster, die DBU-Naturerbeflächen im WiNat-Untersuchungsgebiet betreuen, nahmen an der zweitägigen Schulung in Oranienburg bei Berlin teil. Schulungsinhalte waren im Wesentlichen die Vorstellung des WiNat-Projekts, Methodenvermittlung und Methodentraining im Gelände („Learning by doing“). Zur Vorbereitung von Führungen erhielten die Teilnehmer Themenblätter mit einer Übersicht über neun allgemeine, projektrelevante Inhalte – vom „Nationalen Naturerbe – DBU Naturerbe“ über die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ und „Natürliche Waldentwicklung“ bis hin zu „Lebensraumtypen und Artenvielfalt im Wald“ –  sowie Methodentipps zur Vermittlung der Themen. Verschiedene Methoden wurden in Gruppenarbeit im Gelände und in den Schulungsräumen ausprobiert und im Anschluss diskutiert. So bewerteten die Teilnehmer zum Beispiel die Naturnähe eines Eichenbestandes, führten Pflanzen- und Tierbestimmungen mithilfe von Büchern und digitalen Medien durch oder stellten die Auswirkungen von Wildverbiss im Wald spielerisch dar.

 

Im Nachgang der Schulung wurden zu neun ausgewählten, überwiegend spielerischen Methoden kurze Videos gedreht. Sie dienen als Anregung für Förster und andere Multiplikatoren, um insbesondere Jugendliche an die Themen „Wildnis und natürliche Waldentwicklung“ heranzuführen.

2979.03 kB - Aktualisiert/Update: 09.03.2017 09:45:22