NW-FVA

Totholz und Strukturen reifer Waldentwicklungsstadien
Dr. Peter Meyer, Maria Aljes

 

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt/Abteilung Waldnaturschutz und Naturwaldforschung führt unter anderem eine Transektkartierung zur Erfassung und Charakterisierung von Totholz und Strukturen reifer Waldentwicklungsstadien durch.

 

Transektkartierung von Totholz und Sonderstrukturen

Für eine vertiefende Betrachtung von Totholzaufkommen und Sonderstrukturen auf den Projektflächen wurde ein kombiniertes Verfahren aus Line-Intersect-Sampling für liegendes Totholz und Distance Sampling für stehendes Totholz und Sonderstrukturen entwickelt. Über das Distance Sampling kann die Dichte von Objekten sehr viel genauer geschätzt werden als dies über Probekreisinventuren der Fall ist. Das Line-Intersect- Sampling ermöglicht zusätzlich eine Volumenberechnung von liegendem Totholz.

Mit einem 2-Personen-Team wird die Entfernung der entdeckten Totholzobjekte und Sonderstrukturen im rechten Winkel zum Transekt gemessen. Liegendes Totholz wird am Schnittpunkt mit dem Transekt erfasst. Für jedes Objekt werden zusätzliche Parameter wie Baumart, Durchmesserklasse und ggf. Zersetzungsgrad, Besonnung und Lage auf dem Boden erfasst.

Die Flächen des Naturnähe-Monitorings wurden einmalig kariert. Auf der Fläche des Renaturierungsexperiments wurde eine Nullaufnahme durchgeführt; bis 2018 finden noch zwei Wiederholungsaufnahmen statt um den Einfluss der verschiedenen Maßnahmen zu quantifizieren.

Sehen Sie selbst...
Beispiele für Sonderstrukturen: Stammbruch an Kiefer, Pilzkonsolen und Moos an liegendem und stehendem Totholz